• Impressum
  • Kontakt
Home
GRAS
Bildungspolitik
Ökologie
Links
Kontakt
Newsfeed
RSS 0.91
RSS 1.0
RSS 2.0
ATOM 0.3
OPML
Suche
Home
Vortrag: Auf der anderen Seite der Mauer ist das Gras immer grüner! PDF Drucken E-Mail
Freitag, 9. April 2010

Ghana Vortrag FlyerMit der Sehnsucht aus diesem ghanaischen Sprichwort werden die Gäste aus Ghana auf die Motive und auf das Umfeld eingehen, welche viele Menschen, besonders junge, veranlassen, ihre Heimat zu verlassen und ihr Glück in den großen Städten im Süden Ghanas oder in Europa zu suchen.

Der Norden Ghanas leidet an einer starken Abwanderung. Vor allem in den großen Kakaoanbaugebieten und Minen des Südens erhalten die Menschen zumindest vorübergehend Arbeit und Einkommen, welches an die Familien im Norden zurückfließt.

Seit den 1960er Jahren aber ist auch eine der größten Migrationsgruppen jene aus Ghana, die nach Europa kommt. War es ursprünglich die Bildungsmigration, also Menschen, die vor allem ihre Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in Europa nutzten, so wurde dies im Laufe der 1980er Jahre durch eine starke Wirtschaftsmigration abgelöst, auch deshalb, weil die ursprünglichen Migrationsländer der GhanesInnen in Westafrika, Nigeria und Elfenbeinküste, in schwere wirtschaftliche Krisen schlitterten. Ein Faktum verstärkte diesen Trend. Es wurde einem großen Personenkreis in Ghana bewiesen, dass ein höherer Lebensstandard in Europa erarbeitet werden kann, welcher im eigenen Land nicht erzielt werden kann. Jene Geldmengen, die von GhanesInnen in Europa nach Ghana zurückgeflossen waren, ermöglichten dort einen wesentlich höheren Lebensstandard, als er in Ghana selbst erzielt hätte werden können.

Die Migration nach Europa und dort vor allem in die Hauptmigrationsländer Großbritannien, Deutschland, die Niederlande und Schweden sowie zunehmend auch nach Italien und Spanien erfolgt meist nicht als Entscheidung eines Individuums. Die erweiterte Familie, der Clan, unterstützt die Ausreisewilligen in den meisten Fällen und stellt andererseits jedoch auch die Erwartung auf, dass später das in Europa arbeitende Familienmitglied umgekehrt durch Geldtransfers seine Unterstützung der ganzen Familie geben muss.

In den letzten Jahren kommen zu den „traditionellen“ Migrationsgründen wie schlechte wirtschaftliche Aussichten, tödliche Clankonflikte, Zwangsverheiratungen usw. auch die Auswirkungen des Klimawandels dazu. Die teils rasant schlechter werdenden landwirtschaftlichen Möglichkeiten im Norden Ghanas nehmen vielen Menschen die Lebensgrundlage und zwingen zum Handeln, welches auch in der Migration besteht.

Mittwoch, 14. April, 18:00 Uhr
Hörsaal 11 (TNF Turm), JKU Linz

 
 
< Zurück   Weiter >

powered by Joomla! | template design by IbolDesign