|
|
Donnerstag, den 02. Februar 2012 um 13:58 Uhr |
Protest der GRAS Linz gegen Beteiligung von Rektorat und Landeshauptmann am rechtsextremen Burschenbundball
Am 11.2. kündigen sich breite Proteste gegen den rechtsextremen Linzer Burschenbundball an. Die Proteste richten sich nicht nur gegen den nach dem WKR Ball wahrscheinlich größten Burschenschafterball selbst, sondern auch gegen all seine Unterstützer_innen. "Warum sowohl der Landeshauptmann als auch das Rektorat der JKU Linz für einen derartigen Auflauf von Rechtsextremen ihren Ehrenschutz gewähren ist uns schleierhaft", so eine Aktivistin der GRAS Linz. "Anscheinend halten beide nicht viel vom antifaschistischen Grundkonsens in Österreich".
Zur Demonstration, die unter dem Motto "Burschis auffressen" steht, wird es eine breite Beteiligung aus ganz Oberösterreich geben, auch Organisationen aus anderen Bundesländern haben sich bereits angekündigt. "Die Demonstrationen und Aktionen gegen den WKR Ball in Wien haben vorgezeigt, wie wirksam konsequenter antifaschistischer Protest sein kann.", freut sich eine Aktivistin der GRAS Linz über den Rauswurf des WKR Balles aus der Hofburg, "Wir wollen auch in Linz eine breite Diskussion über deutschnationale Burschenschaften entfachen."
Die Burschenschaft Arminia Czernowitz als eine Hauptorganisatorin dieses Balles wurde vom DÖW als rechstextrem eingestuft. Diese hat erst 2010 mit einem leicht abgeänderten Plakat der NSDAP für eine ihrer Veranstaltungen geworben. Selbst nach diesem Hinweis und einem offenen Brief sieht das Rektorat der JKU keinerlei Handlungsbedarf.
Trotz massiver medialer Kritik will auch Landeshauptmann Pühringer weiter teilnehmen. Die ÖVP-nahe Aktionsgemeinschaft stimmte als einzige Fraktion in der Universitätsvetretung gegen eine Resolution die die Distanzierung des Rektorates vom Burschenbundball fordert. "Die Parteihörigkeit ist der AG anscheinend wichtiger als eine Abgrenzung zu rechtsextremen Gedankengut." empört sich eine Aktivistin der GRAS Linz.
|
|
|
Dienstag, den 31. Januar 2012 um 11:51 Uhr |
Samstag, 11. Februar 2012 Treffpunkt: 18:00, Hauptplatz
Aufruftext:
Burschis auffressen! Game Over, Burschenbundball
Nicht nur in der Wiener Hofburg treffen sich jedes Jahr deutsch-nationale Verbindungsstudenten. Auch in Linz laden am 11. Februar 2012 akademische Burschenschaften, Landsmannschaften und pennale Verbindungen zum Burschenbundball ins „Palais Kaufmännischer Verein“. Dabei handelt es sich um das wohl repräsentativste Haus in ganz Linz, welches sich selbst auch gern als "kleine Hofburg" bezeichnet. Der Burschenbundball ist nach dem WKR-Ball eine der größten Veranstaltungen der deutsch-völkischen Männerbünde in Österreich.
Maßgeblich an der Organisation beteiligt ist die rechtsextreme akademische Burschenschaft Arminia Czernowitz. Deren politische Positionierung zeigt sich regelmäßig bei ihren Veranstaltungen und in ihren Publikationen. Zuletzt im April 2010, als sie den bekennenden Antisemiten Richard Melisch auf ihre Bude einluden. Melisch verfügt über gute Kontakte zur deutschen und österreichischen Neonaziszene und referiert auch gern bei der NPD. Beworben wurde dies mit einem nur leicht abgeänderten Propagandaplakat der NSDAP. Darüber hinaus sind die Arminen auch eng mit der FPÖ verzahnt, so ist etwa der Linzer Stadtrat Detlef Wimmer Alter Herr der Verbindung. Dadurch erfüllen sie eine wichtige Rolle als Bindeglied zwischen dem legalen Rechtsextremismus der FPÖ und dem organisierten Neonazismus.
Dass es sich bei den Burschenschaftern keineswegs um ein Randphänomen handelt, zeigen ihre zahlreichen Verstrickungen in Politik und Wirtschaft und nicht zuletzt auch die Orte an denen sie feiern und sich vernetzen können. Prominentes Beispiel ist die Wiener Hofburg, aus der die Burschis dieses Jahr nach jahrelangen Protesten endlich geworfen wurden und eben auch das „Palais Kaufmännischer Verein“ in Linz. Wichtige Aufgabe eines solchen Balles ist auch die gesellschaftliche Legitimation der extremen Rechten. Wie weit diese gegeben ist und immer wieder gegeben wird zeigen sowohl Landeshauptmann Pühringer als auch das Rektorat der JKU Linz, die nicht nur regelmäßige Gäste des Burschenbundballes sind, sondern auch traditionell die Eröffnung vornehmen und den Ehrenschutz geben.
Die Kritik kann nicht bei deutsch-nationalen Burschenschaften enden, sondern muss vielmehr immer das gesamte verbindungsstudentische Milieu im Blick haben. Es gibt zwar wichtige Unterscheidungen: So definieren sich katholische Verbindungen in Abgrenzung zum rechtsextremismus als österreich-patriotisch, während deutschnationale Verbindungen immer noch vom großdeutschen Reich träumen. Deshalb aber darauf zu schließen, dass es sich dabei um gänzlich verschieden Phänomene handelt wäre falsch. Der überaus größte Teil der Verbindungen schließt Frauen* grundsätzlich aus ihren Reihen aus und betrachten diese gerade auch auf Bällen nur als schmückendes, auf ihren Körper reduziertes, Beiwerk. Durch ihr halsstarriges Beharren auf patriarchale Traditionen stecken sie Frauen* und Männer* immer noch in Schubladen und reproduzieren den Mythos von den natürlichen Unterschieden und Hierarchien zwischen den Geschlechtern. Abgrenzung und Abwertung von nicht heterosexuell lebenden Menschen und Frauen* gehören zum Standardrepertoire jeder Verbindung und dienen der Aufrechterhaltung ihres „heroischen und ehrenhaften“ Männlichkeitsbildes.
Lassen wir nicht zu, dass Menschen mit derartigen Weltbildern sich weiterhin ungestört selbst feiern und vernetzen können und kappen wir ihre Verbindungen!
Gegen (Hetero-)sexismus, Homo- und Transphobie! Gegen Österreich, Deutschland und ihre Fans! Seilschaften kappen! Männerbündler in die Bälle treten! |
|
Freitag, den 27. Januar 2012 um 13:25 Uhr |
|
Der unten stehende Antrag wurde heute in der UV Sitzung von den Mandatar_innen der GRAS Linz eingebracht. Der Antrag wurde mit den Stimmen von GRAS, VSStÖ/IKS, ÖSU und NO'MAAM angenommen, die Mandatar_innen der Aktionsgemeinschaft stimmten dagegen.
Erklärungstext / Darstellung des Sachverhalts
Wie jedes Jahr findet am 11. Februar in Linz der Burschenbundball im Palais Kaufmännischer Verein statt. Veranstalter dieses Balles sind die oberösterreichischen deutschnationalen schlagenden Burschenschaften und ähnliche Studentenverbindungen. Dieser Ball dient den rechtsextremen Studenten- und Mittelschulverbindungen als Anker und Schnittstelle in die gesellschaftliche Mitte und in die Wirtschaft und wird neben Landeshauptmann Josef Pühringer auch vom Rektorat der Johannes Kepler Universität Linz, in Person des Vizerektors für Internationales mit Festreden eröffnet und damit legitimiert. Der Linzer “Burschenbundball” gehört nach dem WKR Ball in der Wiener Hofburg zu den größten Veranstaltungen der deutschnationalen Männerbünde in Österreich. Darunter fallen Burschenschaften, Corps, Sängerschaften, Landsmannschaften und die pennalen Mitteschulverbindungen. Ihre politische Ausrichtung umfasst unter anderem den gesellschaftlichen Ausschluss von Frauen, Angriffe gegen nicht heterosexuell lebende Menschen, ein starkes Bekenntnis zu Deutschnationalismus, Antisemitismus und Rassismus, insbesondere antimuslimischer Rassismus. Wie auch in anderen Männerbünden geht es neben der Verbreitung von Ideologie auch um das Bilden von Seilschaften in Politik und Wirtschaft. Viele dieser Verbindungen schrecken auch vor einer offenen Relativierung des Nationalsozialismus und der Shoah nicht zurück. Ein Beispiel dafür ist die an der Uni Linz aktive schlagende Burschenschaft Arminia Czernowitz. Vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands eindeutig als rechtsextrem eingestuft, zeigt diese immer wieder unverhohlen ihr Naheverhältnis zu nationalsozialistischem Gedankengut. Erst im letzten Jahr luden sie zu einem Vortrag von Richard Melisch, einem selbsternannten Globalisierungsexperten, nach Linz ein. Richard Melisch ist bekennender Antisemit mit guten Kontakten zur rechtsextremen Szene und spricht auch gerne auf Veranstaltungen der deutschen und österreichischen Neonaziszene. Als Bewerbungssujet wurde damals als bewusste Provokation ein leicht verändertes Propagandaplakat der NSDAP verwendet. Auch nach Bekanntwerden dieser Tatsachen gab es keinerlei Distanzierung. Gerade in Anbetracht der Geschichte der Stadt Linz und des Staates Österreich und seiner Rolle im Nationalsozialismus ist es geradezu zynisch und menschenverachtend, dass derartige Organisationen und Veranstaltungen in einem so prestigeträchtigen Haus feiern und dafür Ehrenschutz genießen. Dem nicht zu widersprechen oder das aktiv zu fördern, ist untragbar, denn damit wird nicht nur den handelnden Personen, sondern auch deren Ideen Vorschub geleistet.
Die Universitätsvertretung der Höchschüler_innenschaft an der JKU möge daher beschließen:
Die Universitätsvertretung der Johannes Kepler Universität Linz fordert das Rektorat der Johannes Kepler Universität Linz auf, sich vom "Burschenbundball" und seinen Veranstalter_innen zu distanzieren und die offizielle Teilnahme daran abzusagen.
|
|
Dienstag, den 24. Januar 2012 um 10:51 Uhr |
|

Am 11. Februar findet in Linz der alljährliche "Burschenbundball" statt, bei dem sich die oberösterreichischen deutschnationalen und oft rechtsextremen Stundenten- bzw. Männerverbindungen im Palais Kaufmännischer Verein treffen und sich mit Politik und Wirtschaft vernetzen. Mit dabei Verbindungen wie die Arminia Czernowitz, die nicht davor zurückschreckt mit Nazi-Sujets für ihre Veranstaltungen zu werben. Auch mit dabei sind aber z.B. Landeshauptmann Josef Pühringer und Vizerektor Friedrich Roithmayr von der JKU. Beide werden Eröffnungsreden am Ball halten und diesem dadurch Ehrenschutz geben. Am Donnerstag, 26.1. wird deshalb Heribert Schiedel vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands (DÖW) an der Uni Einblicke in diese Männerbünde und in ihre Tanzveranstaltung geben und aufzeigen warum sie keineswegs harmlose Faschingsvereine sind. Und besonders warum es nicht sein kann dass öffentliche Personen bzw. Institutionen diese Veranstaltung oder die dahinter stehenden Personen und Vereine unterstützen.
Vortrag: Rechtsextreme Männerverbindungen in Oberösterreich und ihre Tanzveranstaltung Donnerstag, 26.1. 19:00 Hörsaal 4, JKU Linz |
|
Montag, den 23. Januar 2012 um 20:53 Uhr |
|
Sehr geehrtes Rektorat der Johannes Kepler Universität Linz !
Wie Sie wissen findet am 11. Februar 2012 der jährliche Ball der deutschnationalen Burschenschaften - der "Burschenbundball" - im Palais Kaufmännischer Verein statt. Dieser Ball dient den rechtsextremen Studenten- und Mittelschulverbindungen als Anker und Schnittstelle in die gesellschaftliche Mitte und in die Wirtschaft und wird neben Landeshauptmann Josef Pühringer auch von Ihnen, dem Rektorat der Johannes Kepler Universität Linz, in Person von Vizerektor Friedrich Roithmayr mit Festreden eröffnet und damit legitimiert. Da Sie nicht auf unsere dringende Bitte, sich mit den Inhalten der andem Ball beteiligten Männerbünde aus einanderzusetzen und eine Distanzierung vorzunehmen, eingehen wollten, legen wir Ihnen gerne als GRAS Linz und als Antifaschist_innen diese Hintergründe dar.
|
|
Weiterlesen...
|
|
Dienstag, den 10. Januar 2012 um 16:06 Uhr |
|
Treffpunkt ist am Freitag dem 13.01.12 um 14:00 im Servus Clubraum im 1. Stock der Stadtwerkstatt.
Deutschnationale Studentenverbindungen, darunter auch Burschenschaften, sind gerade in Österreich ein weit verbreitetes Phänomen, auch in Linz gibt es einige davon. Doch was machen diese Verbindungen eigentlich, außer dass ihre Mitglieder hübsche Käppchen spazieren tragen, öfters mal zu viel Bier trinken und sich manchmal mit Degen ihre Gesichter zerkratzen? Ist das alles nur scheinbar harmloser Studentenspaß, oder steckt da mehr dahinter?
|
|
Weiterlesen...
|
|
Montag, den 09. Januar 2012 um 14:13 Uhr |

Wie jedes Jahr laden reaktionäre Männerbünde des christlichen Cartellverbands (CV), des größten verbindungsstudentischen Dachverbandes in Österreich, in Linz zum Tanz: Der CV-Ball findet am 14.1.12 im „Palais-kaufmännischer Verein“ statt. Dort treffen sich in pompöser Manier regelmäßig die selbsternannten gesellschaftlichen Eliten aus Politik und Wirtschaft. Die Vorstandsriege der Raiffeisenlandesbank, das Rektorat der Johannes Kepler-Universität, diverse Abgeordnete und Politiker (seltener auch: Politikerinnen) bis hin zum Landeshauptmann Pühringer sin nur einige der prominenten Gäste. In diesem Jahr bleibt dieses Event nicht unwidersprochen. Der Linzer Arbeitskreis gegen das Korporationsunwesen organisiert gegen den CV Ball und auch gegen den Burschenbundball der rechtsextremen Burschenschaften und anderen deutschnationalen Verbindungen im Februar Aktionen:
Freitag, 13.1.12 14:00h : "1. Linzer Burschitour" mit Heribert Schiedl (DÖW) servus-Clubraum, Stadtwerkstatt Linz, Kirchgasse 4 diesenreiter.at
Samstag, 14.1.12 - 18:00h Demonstration "CV-Ball wegschmeißen!" gegen den reaktionären CV-Ball im Palais-kaufmännischer Verein. Treffpunkt Hauptplatz
- ca. 20:30h Straßenfest – "CV-Ball wegtanzen!" am Schillerpark Linz (Nähe Palais-kaufmännischer Verein)
- ca. 22:00 Abendprogramm, Chillout mit Vokü und Auflegerei Ort wird noch bekanntgegeben
Freitag 27.1.12 Proteste gegen den rechtsextremen WKR-Ball in Wien Es wird eine gemeinsame Anreise aus Linz geben. Infos: http://nowkr.at/
Samstag 11.2.12 Proteste gegen den rechtsextremen Burschenbundball – Termin vormerken, Infos folgen.
Mehr Infos auf antifa.servus.at oder unter "weiterlesen"
|
|
Weiterlesen...
|
|
|
|
|
<< Start < Zurück 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Weiter > Ende >>
|
|